Heidelberg

Am Pfingstwochenende haben wir Evas Weihnachtsgeschenk eingelöst, und sind nach Heidelberg gefahren. Los ging es schon am Donnerstag, damit wir dem Pfingstverkehr ein bisschen entgehen können. Donnerstag kurz vor Mittag ging es also los, zuerst nach Metzingen in die Outlet City, um ein bisschen shopen. Matthias hat Ersatz für seine Jeans, die vom Radfahren schon durchgescheuert war, gekauft.

Von Metzingen ging es dann weiter über Stuttgart und Karlsruhe nach Heidelberg – so der Plan. Kurz vor Stuttgart meinte das Navi, wegen einem Stau sollten wir doch von der Autobahn abfahren. Matthias folgte brav den Anweisungen, und fuhr in statt dem Stau auf der Autobahn in einen Stau durch die Vororte von Stuttgart. Irgendwann haben wir es aber dann doch geschafft, und sind mit einenhalb Stunden Verspätung abends um halb sieben in Heidelberg angekommen. Hungrig von der Fahrt gingen wir von unserem Hotel in die Altstadt, um dort etwas zu essen.

Am nächsten Tag machten wir uns gleich in der Früh auf den Weg. Wir schlenderten auf der Suche nach einer Verkaufstelle für die Heidelberg Card durch die Altstadt, und entdeckten dabei die eine oder andere ziemlich nette Gasse, und einige interessante Schilder von Gasthäusern. Eigentlich sollte es die Heidelberg Card in jedem Hotel geben – außer in unserem natürlich. Das auf der anderen Straßenseite hatte nur die 1-Tages-Karte, aber am Bismarkplatz oder am Bahnhof gibt es sie. Da der Bahnhof in die andere Richtung lag, und der Bismarkplatz in Richtung Altstadt, sind wir dorthin. Natürlich gab es sie dort auch nicht. Drum ging es weiter  zu einer Touristeninfo am anderen Ende der Altstadt. Dort angekommen, war die aber wegen eines Umbaus geschlossen. Im Rathaus hatten wir dann endlich Glück. 🙂

Mit der Karte ging es dann mit der Standseilbahn zum Schloss über der Altstadt. Wir fuhren aber eine Station weiter bis zur „Molkenkur“, und wanderten von dort über den Friesenweg hinunter zum Schloss bzw. der Ruine, die noch davon übrig ist. Im Schlossgarten war so einiges los, eine Hochzeitsgesellschaft machte Fotos, die eine oder andere Mauer wurde renoviert, viele Japaner machten Selfies oder normale Fotos mit ihren Selfie-Sticks, und neben Batman und einigen Stormtroopern wanderte auch Captain America in Zivil herum.

Im Schloss haben wir das Deutsche Apotheken-Museum besucht, und Gefäße gesehen, die laut Beschriftung einmal voll Opium, Aspirin, Brechnuss oder Drachenblut gewesen sein müssen. Neben dem Apotheken Museum gibt es im Schloss auch noch das Heidelberger Fass, das größte in Deutschland, und nicht zu verwechseln mit der Pizzeria in Bregenz, die unter dem gleichen Namen bekannt ist. Zuerst machten wir Fotos vor dem ersten großen Faß, das wir fanden, das ganz Große war das aber nicht. Kurfürst Karl Theodor hatte 1750 wohl Angst, dass ihm der Wein einmal ausgehen könnte, und darum ließ er sich das richtig große Faß bauen – mit einem Inhalt von fast 1.000.000 Vierteln, genauer 228 m3. Prost!

Wieder zurück in der Altstadt ging es in den Studentenkarzer, das alte Gefängnis für Studenten. Von dort aus konnten die bösen Jungs die Vorlesungen besuchen, und in der freien Zeit, von der sie mangels Freizeitbeschäftigungsmöglichkeiten einige hatten, beschäftigten sie sich mit dem Reimen und der Malerei, wie an den Wänden heute noch zu sehen ist.

Nach einer kurzen Erholungspause im Hotel haben wir dann am Abend eine Führung mit einem Nachtwächter gemacht. Im Zuge eines Spazierganges durch die Altstadt haben wir so einiges Interessantes über die Stadt Heidelberg im Mittelalter erfahren. Zum Beispiel gab es zur Aufteilung des Trinkwassers schon im Mittelalter Verteilschächte, in denen über Streichwehre das Wasser aufgeteilt wurde. Oder dass die Franzosen unter Ludwig XIV im Jahre 1693 Heidelberg komplett verwüsteten, dass es zwischen den Häusern in der Altstadt kleine Gassen gibt, über die die Latrinen geleert wurden (so alle 2-3 Generationen, wenn sie voll waren), dass die Latrinen nur in der Nacht geleert wurden durften, die Franzosen im Jahr 1693 Heidelberg komplett verwüsteten (steht hier extra doppelt, gehört haben wir es noch ca. 25x öfter 😉 und was zu den Aufgaben der Nachtwächter alles gehörte. Die Führung war auf jeden Fall sehr interessant und unterhaltsam, und ist auf jeden Fall zu empfehlen, wenn man am Freitag- oder Samstagabend mal in Heidelberg ist.

Zurück im Hotel stellten wir dann fest, dass wir an diesem Tag laut Tracker über 21.500 Schritte gegangen sind. Puh.

Am Samstag ging es dann auf den Philosophenweg, einen Weg, der zu den Sehenswürdigkeiten von Heidelberg gehört, und von dem man immer wieder eine schöne Aussicht auf den Neckar, die Altstadt und das Schloss hat. Da das Ende des Weges gleich über der Brücke der Altstadt ist, sind wir danach über die alte Brücke und das Tor in die Altstadt. Dort haben wir noch die alte Aula der Universität besucht. Zwischendurch haben wir auch noch den einen oder anderen Laden besucht, und ein paar Kleinigkeiten geshoppt. 😉

Hier noch ein paar Impressionen:

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