Seychellen – La Digue

Da ich am Montag nach der Hochzeit meinen neuen Job angetreten hat, konnten wir nicht gleich nach unserer Hochzeit in die Flitterwochen fahren. Mitte Jänner war es dann endlich soweit, es ging für zwei Wochen auf die Seychellen. Mit dem Zug ging es am 19.1. von Bregenz mit dem Zug direkt zum Flughafen in Zürich. Nach dem Einchecken, warteten wir dann auf unseren Flug, doch aufgrund eines Gewitters in Dubai wussten wir nicht an welches Gate wir mussten. Als ob es in Zürich so viele Gates gibt, an denen ein A380 abgefertigt werden kann 😉

Mit etwas Verspätung, war es dann soweit: wir konnten endlich losfliegen. Gottseidank lässt es sich Emirates nicht lumpen und spendiert jedem Passagier – auch in der Holzklasse – einen relativ großen Bildschirm. Ob sich der Flug für die Emirates gelohnt hat, darf allerdings angezweifelt werden, weil nur ca. ein Viertel der Plätze besetzt waren. Nach dem Start wurde dann sogar eine Speisekarte gereicht und danach verhältnismäßig fein gespeißt. Der Flug selbst war dann nicht sehr spannend, nur zwischendurch ein bisschen holprig. Interessant war nur, dass Pilot ein paar Kurven eingebaut hat, und elegant um den Irak herum und im Iran schön der Grenze entlang geflogen ist. Das Gewitter in Dubai hatte sich in der Zwischenzeit leider nicht verzogen, was dazu führte, dass wir noch ein bisschen über der Wüste kreisen durften, bevor wir dann ungefähr um Mitternacht in Dubai gelandet sind. Während wir auf den nächsten Flug warteten, konnten wir den einen oder anderen Blitz beobachten, das Gewitter dachte also nicht daran, sich zu verziehen. Um halb drei in der Früh ging es dann weiter, in Richtung Seychellen. uch dieses Mal nicht auf dem direkten Weg nach Süden, sondern mit einer leichten Kurve um Saudi-Arabien rundum.

AIrgendwie sind wir davon ausgegangen, dass wir nun endlich etwas schlafen können und dann kurz vor der Landung mit einem Frühstück geweckt werden. Typischer Fall von denkste. Um kurz vor vier (quasi 1 Uhr nachts MEZ) wurde das Frühstück serviert, viel Schlaf gab es also wieder nicht. Als die Sonne dann aufging, waren wir allerdings auch schon im Landeanflug auf die Insel Mahé. Trotz finsterer Nacht hat der Pilot die Insel mitten im Indischen Ozean also gefunden.

Kaum gelandet, hat uns die Zoll-Dame bei der Einreise einen Stempel in Form der Coco del Mer (also in der Form eines Hinterns) in den Pass gedrückt. Kurz darauf wurden wir von den Mitarbeitern von Creole, dem Partner von TUI vor Ort, zum Hafen auf Mahé kutschiert. Mit der Fähre ging es nach einigen Stunden warten weiter: zuerst auf die Insel Praslin und dann nach La Digue, unserem Ziel für die ersten drei Tage. Dass es auf La Digue nur 8 Autos gibt, ist mittlerweile nicht mehr ganz aktuell, an die 20 dürften es inzwischen schon sein, und eines davon brachte uns in unser Hotel, das Patatran Hotel. Dort wurden wir mit einem fruchtigen Cocktail empfangen, und durften dann unsere Suite namens „Cocotier“ beziehen. Das Cocotier ist übrigens keine seltene Tierart, sondern einfach der Begriff für eine Kokosnuss auf Kreol, der Sprache der Einheimischen. Nachdem wir schon insgesamt 21 Stunden unterwegs waren, und währen den Flügen nicht wirklich geschlafen haben, gönnten wir uns einen entsprechend gemütlichen Nachmittag. Das Hotel Patatran hat zwar „nur“ 3 Sterne, uns hat es aber während unseres Aufenthalts an nichts gefehlt. Das Zimmer war riesengroß, die Aussicht aufs Meer wunderbar, und das Essen immer köstlich. Wir können das Hotel für einen Besuch auf La Digue also nur empfehlen.

Am nächsten Tag machten wir uns gleich nach dem Frühstück zu Fuß auf den Weg zum Anse Source d’Argent. La Digue ist ja nicht wirklich groß, und nach gut einer Stunde Fußmarsch bei 30°C durch Downtown La Digue erreichten wir die Union Estate Plantage, auf deren Gelände der Strand liegt. Wir bezahlten unsere 110 Rupien Eintritt und durften dann die Plantagen besichtigen. Angepflanzt werden hier vor allem Vanille und Kokosnüsse. Mittendrin gibt es auch noch ein paar Schildkröten, die trockene Blätter offensichtlich ziemlich lecker finden. Aus den Kokosnüssen wird auf ganz traditionelle Weise Öl gepresst.

Nachdem wir uns ein bisschen umgeschaut haben, legten wir uns an den Strand. Es gibt auf den Seychellen zwar keine giftigen Tiere an Land, aber die Fische sind nicht alle ganz so nett, denn einer hat versucht, Eva anzuknabbern. Ich nützte die Gelegenheit, um meine GoPro unter Wasser einzusetzen, und schaffte es, den hungrigen Fisch, oder zumindest einen seiner Cousins, zu filmen. Zur Erfrischung gab es im Laufe des Tages eine frisch Kokosnuss, und einen Smoothie mit „Soursop„, einer einheimischen Frucht. Nach ein paar Stunden am Strand haben wir uns dann wieder zu Fuß zurück in unser Hotel gemacht.

Am nächsten Tag ging es dann zu Fuß an der Ostseite von La Digue in Richtung Süden. Da Eva vom Vortag noch zwei nette Blasen an den Fersen hatte, nahmen wir es am zweiten Tag etwas gemütlicher. Wir spazierten zum Anse Grosse Roche, und relaxten am Nachmittag am Pool beim Hotel.

Am dritten Tag, unserem letzten Tag auf La Digue haben wir uns beim Hotel zwei Fahrräder ausgeliehen, um damit quer über die Insel und somit über den Berg zum Grand Anse zu radeln. Da Eva von der Hitze und vom Radeln geschafft war, erkundete ich alleine noch die nächste Bucht: den Petit Anse. Der Name täuscht ein bisschen, viel kleiner als der Grand Anse ist der kleine nicht, aber während am Grand Anse doch noch ungefähr 10 andere Leute waren, war der Petit Anse komplett menschenleer 🙂 Da es auf der Westseite der Insel keinen Schatten gab und wir beide noch vom Vortag einen leichten Sonnenbrand hatten, radelten wir wieder zurück und verbrachten den Rest des Tages mit spielen, lesen und baden im Hotel.

Am nächsten Tag fuhren wir mit der Fähre von La Digue zurück nach Mahé…

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