Highways, Bryce und lovely Moab

„It’s a hell of a place to loose a cow.“ – aufgrund dieser bis heute viel zitierten Aussage wurde der Bryce Canyon nach Ebanezer Bryce benannt. Ebanezer Bryce, der mormonische Pionier bewohnte an der Stelle  des heutigen Nationalparkes zwischen 1875 und 1880 eine Ranch. So schnell wird ein Nationalpark nach einem benannt 😀

Warum wir das erzählen? Ganz einfach – wir waren heute zum Sonnenaufgang in diesem Park mit den HooDoos. HooDoos sind bunte Steinsäulen, die durch Erosion gebildet wurden. Da wir bei Sonnenaufgang schon dort sein wollten, sind wir heute noch früher aufgestanden. Draussen war es sogar noch dunkel! 😉
Zum Glück liegt das unvergleichbare Tropic nicht weit vom Bryce Canyon entfernt, so dass wir in 15 Minuten dort waren. Die Rangerstation war – wie von uns erwartet – noch nicht besetzt. Am Aussichtspunkt mit dem prägnanten Namen „Sunrise Point“ tummelten sich aber schon einige Touristen, die meisten davon mit Spiegelreflexkameras ausgestattet. Matthias vergnügte sich mit seiner DSLR, während Eva ein paar Schnappschüsse vom Canyon machte. Einer von den anderen Touristen erwähnte dann aber lauthals neben Eva , dass es nicht angebracht wäre, diese Gegend mit einem Handy zu fotografieren. Wenn der wüsste … 😉

Nachdem die Sonne dann aufgegangen ist, machten wir uns noch auf den Weg und gingen ein Stück in den Canyon hinein. Da der Park aber zu den kleineren Nationalparks zählt, sind wir dann bald einmal wieder aufgebrochen und zwar in Richtung Moab. Google und das Navi haben uns vorgeschlagen, die Interstate 70 zu nehmen, aber Matthias wollte lieber über kleinere Landstraßen fahren. Nachdem die Ranger uns versichert hatten, dass die beiden „Scenic Byways“, die UT 12 und die UT 24 befahrbar sind (die 24 war am Tag davor wegen Überflutungen noch gesperrt) sind wir also losgefahren.

Die UT 12 führte uns durch das Grand Staircase Escalante National Monument und zählt wohl zu den den 10 schönsten Scenic Routes der Welt. Welche Jury diese Top Ten festgelegt hat wissen wir zwar nicht – aber die Rangerin zeigte uns kurz eine Website, auf der die Straße wirklich in dieser Liste aufscheint. Gefunden haben wir diese Website heute Abend aber nicht mehr…

Und recht hatte sie, die Rangerin. Hinter jeder Kurve, von denen es entlang der UT 12 zahlreiche gab, konnten wir eine wunderschöne Landschaft betrachten. Irgendwann ist aber auch die schönste Fahrt und daher leider auch die UT 12 zu Ende und wir bogen ab auf die UT 24, die zunächst durch den Capitol Reef Nationalpark verläuft. Die Stellen, an denen die Straße gestern überflutet war, konnten wir zum Teil noch gut erkennen. An wenigen Stellen waren die Arbeiter teils immer noch damit beschäftigt, den roten Schlamm und das Geröll von den Straßen zu entfernen.

Hinter dem Capitol Reef Nationalpark wurde die Straße dann aber ziemlich langweilig. Auf einer Strecke von 35 Meilen gab es nicht eine einzige Kurve. Wenn man in Utah also sagt: „noch drei Kurven, dann sind wir dort“, kann das noch ziiiiemlich lange gehen. Damit wenigstens etwas passiert, hat Matthias irgendwann aus Langeweile einfach so die Scheibenwischer eingeschaltet. Kurz darauf folgte das Ergebnis: nach 5 Minuten fing es an wie aus Kübeln zu schütten. Der Regen verfolgt uns!

Irgendwann, nach ungefähr 5 Kurven haben wir dann Moab erreicht. Moab ist eine ziemlich nette Stadt hier in Utah. Es gibt hier sogar einen Naturkostladen, in dem wir uns gleich mit guten und gesunden Lebensmitteln für die nächsten Tage eingedeckt haben. Der nette, bärtige Verkäufer vom „Moonflower“ hat uns auch ein mexikanisches Restaurant im Ort empfohlen. In „Miguel’s Baja“ aßen wir dann gemütlich zu Abend und ließen es uns bei Enchiladas, Nachos con Salsa und einem kühlen Corona so richtig gut gehen.

Morgen werden wir wieder zeitig am Morgen aufstehen und in den Arches Nationalpark fahren. Mal schauen, wie es wird, wir sind schon gespannt…

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