Teufel, Bischof und Nevada

Heute morgen haben wir erstmals bis um 8 Uhr ausgeschlafen. Da wir erst um 10 aus dem Hotel auschecken mussten, und keine allzu weite Fahrt vor uns hatten, begann der Tag also sehr gemütlich. Nachdem wir dann gegen halb 10 losgefahren sind, machten wir als erstes einen kurzen Abstecher zum Strand des June Lake.

Von dort fuhren wir weiter und auf der Route 395 in Richtung Süden. Nach ein paar Meilen kam der Scenic Loop nach Mammoth Lake, und ganz spontan hat Matthias beschlossen, dass wir noch einen kurzen Abstecher machen und uns die schöne Straße anschauen. Bei der Fahrt sahen wir, dass wir zufällig Richtung den Devils Postpiles fahren – eine Sehenswürdigkeit die uns Evas Tante Christine empfohlen hat.

Wir machten uns auf den Weg zu diesen speziellen Gesteinsäulen und fuhren mit dem Jeep bis zur Rangerstation im Tal. Zum Glück ist der Labour Day schon vorbei, sonst hätten wir den stattlichen Preis für den sonst obligatorischen Shuttlebus  bezahlen müssen. Bei den Devils Postpiles handelt es sich um sechseckige Basaltsäulen, also Steine, die da so herumstehen.
Denn ursprünglich war hier mal ein Vulkan, dann eine Eiszeit und so sieht das Ergebnis aus. Natürlich wollten wir uns das Ganze noch etwas aus der Nähe und von oben ansehen und haben eine kleine Wanderung um die Postpiles gemacht.

Danach ging es wieder weiter: zuerst durch den Ort „Mammoth Lake“, quasi das Lech in der östlichen Sierra Nevada, und dann weiter nach Bishop. Dort haben wir uns ein nettes Lokal zum Mittagessen gesucht. Kurz nach der Bestellung lief zu Matthias Freude die erste Regatta des Americas Cup Finale und welche Überraschung: seine Lieblingsmannschaft siegte. Durch den Sieg der Kiwis schmeckte ihm das Essen gleich noch besser. 🙂

Voller Freude ging die Fahrt dann weiter in Richtung Süden bis zur 168, auf der wir nördlich des Death Valleys in Richtung Osten gefahren sind. Die Straße führte uns wieder einmal über 3 Pässe – der Höchste um die 7.500 ft – und dazwischen waren flache Täler zu durchqueren. Weil die Straßenplaner alle Kurven wohl schon auf den Bergen verbraucht hatten, machten sie die Straße durch die Täler einfach kerzengerade, und das über mehrere Meilen. Das kommt natürlich den verrückten Amis zugute, die hinter ihren riiiiesengroßen Camping-Haus-Dings-Bums-Mobilen einfach noch den Jeep für gelegentliche Flanierfahrten oder Offroadtrips dranhängen. Da ist eine laaange gerade Straße schon was Tolles!

Irgendwann auf so einer ewig langen Geraden haben wir dann auch die Grenze zwischen Kalifornien und Nevada überquert, und gleich ein paar Unterschiede feststellen können. Die Geraden sind noch gerader, und die Kurven noch kurviger. Abgesehen davon schauen die „Achtung Kühe“ Verkehrsschilder anders aus, und kaum über der Grenze standen neben der Straße Joshua Trees. In Kalifornien gibt es die scheinbar nur im Nationalpark. Es gibt auch Theorien, nach denen die Kalifornier die Bäume in Nevada ausgraben gehen um ihren Nationalpark aufzumotzen… Aber wie gesagt, bisher nur eine Theorie.

Irgendwann haben wir dann nach unzähligen Meilen geradeausfahren Beatty erreicht, eine wahrhaft traumhafte Stadt, wie man sie sich hier so in der Einöde vorstellt. Eine Hauptstraße mit ein paar Motels, eine Tankstelle, eine Bar und das war es auch schon. Nachdem wir unser Motel bezogen haben, machten wir uns dann noch auf den Weg nach Rhyolite, einer verfallenen Geisterstadt, die wirklich zerfällt, und das im Vergleich zu Bodie auch darf.

Morgen geht es dann früh los, die Fahrt durch das Death Valley steht an. Das Tal des Todes wirft seine Schatten voraus, die Socken von Matthias werden den heutigen Tag nicht überleben und im Müll landen!

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2 Gedanken zu “Teufel, Bischof und Nevada

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