Rauch, Geister und Säulen

Heute hieß es Abschied nehmen vom Yosemite und den Carrs. Um 7 Uhr fuhren wir los, zuerst nach Norden auf der CA49, die selben Kurven, die wir vor ein paar Tagen in Richtung Süden gefahren sind. Bei Senora haben sind wir dann in Richtung Osten auf den Senora Pass abgebogen. Leider konnten wir nicht über den Tioga Pass fahren, da er immer noch gesperrt ist. Wir nahmen daher die 108 weiter im Norden.

Zuerst ging alles ganz gut und wir fuhren auf einer 4-spurige Autobahn, die gemächlich anstieg. Doch kurz vor Senora kam das böse erwachen: überall roch es nach Feuer und wir sahen den Rauch vom Waldbrand auf allen Straßen und Lichtungen. Auf dem Weg zum Pass wurde die Sicht immer schlechter. Auf den langen Geraden konnte man teilweise das Ende der Straße nicht mehr sehen. Nach einiger Zeit wurde die Sicht und auch die Luft immer besser, die Straße dafür immer kurviger und steiler.

Mit einer Steigung von bis zu 26% schlängelte sich die Straße in eine Höhe von 9.624 ft. was ziemlich genau 2.933 m entspricht. Wir haben heute also den höchsten Punkt unseres Roadtrips erreicht. Auf der Ostseite des Passes ging es dann genauso steil bergab. Da die Amerikaner die Straße an das Gelände anpassen, und nicht umgekehrt wie bei uns, kann es sein, dass man auf eine Kuppe zufährt, und einfach nicht sieht, dass die Strasse direkt dahinter eine ziemlich scharfe Kurve macht.
Die Strecke war also sehr spannend und immer wieder überraschend.

Nach dem Pass fuhren wir in die Geisterstadt Bodie. Dass die Stadt verlassen wurde, wunderte uns auf dem Weg dahin nicht, denn die Schotterstrasse ist in so einem schlechten Zustand, dass wir aus Rücksicht auf unseren Jeep quasi im Schritttempo gefahren sind. Überholt hat uns niemand und es war auch beruhigend, dass normale Autos auf dem Weg zurück waren. Die Straße war also machbar.

In Bodie gibt zwar so gut wie keinen Schatten, aber dafür ein paar alte Häuser und herumliegende Metalldinge zu sehen. Das Ganze ist zwar eine Geisterstadt, aber die Amerikaner versuchen den aktuellen Zusatand zu erhalten in dem sie Teile davon erneuern. Die Kirche zum Beispiel hat ein neues Dach bekommen, das auf alt getrimmt wurde. Kann man, muss man aber nicht verstehen.

Von Bodie aus ging es dann in unsere heutige Unterkunft in June Lake, wo wir uns eine Pause gönnten. Rechtzeitig zum Sonnenuntergang haben wir uns dann auf den Weg zu den Tuffsäulen am Mono Lake gemacht, um das eine oder andere Foto zu machen.

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