Burger, Giganten und Asphalt

Heute war unser zweiter und letzer Tag im Yosemite Nationalpark. Ausnahmsweise haben wir heute einmal ausgeschlafen, und sind erst gegen 7 aufgestanden. Während dem Frühstück hat Eva einen Kolibri  beim Blumentopf auf unserer Veranda bemerkt, die Kamera war aber leider nicht griffbereit. Überrascht von der Vielfalt der Tiere auf dem Grundstück und neugierig was sich sonst noch alles auf dem Anwesen so tummelt machten wir uns auf die Suche: nach dem Frühstück haben wir einmal einen Rundgang über das Grundstück von Donna & Eric Carr – unseren Hosts – gemacht. Nach unserer morgendlichen Runde stießen wir dann im Blumengarten auf Eric und hielten ein Schwätzchen mit ihm. Gegen 10:30  sind wir dann in Richtung Yosemite aufgebrochen. Heute allerdings nicht in das Zentrum des Parks, sondern in den „Mariposa Grove“, einem Tal, in dem Mammutbäume stehen.

Da wir heute einige Stunden später als gestern in den Park gefahren sind, war die Rangerstation schon besetzt und wir durften unsere Karte endlich bei der Einfahrt herzeigen. Im Park fuhren wir nach dem südlichen Eingang gleich rechts Richtung Mariposa Grove, das wir nach 2 Meilen erreichten.

Zunächst informierten wir und im Visitor Center, was wir uns wie am Besten anschauen sollten. Schnell war klar: es gibt zwei Optionen. 1) Etliche Meilen zu Fuß laufen oder 2) doch lieber einen auf Tourist machen. Wir entschieden uns für die Rundfahrt. Hier möchten wir anmerken: bei uns wäre eine solche Rundfahrt sicherlich in einem Bus, aber hier nicht. Die Touris sitzen ernsthaft auf einem Anhänger eines Sattelschleppers. Bei dem Gewicht mancher mitfahrender hiesiger Einheimischer ist ein Tieflader aber sicher auch besser als ein Bus. Vor der Abfahrt meinte Aaron der smarte Park-Ranger, dass es ein bisschen holprig werden könnte. Dafür verwendete er folgende Worte: „It’s not the drivers fault, it’s not the truck’s fault, it’s the ass-phalt“. Nicht alle haben die Zweideutigkeit gleich verstanden, die grinsenden Gesichter waren in der Minderheit. Die dauer-smilenden Asiaten natürlich ausgenommen 😀

Mit dem Truck sind wir dann an verschiedenen Mammutbäumen vorbei den Berg hinaufgefahren. Einige der Bäume hatten eigene Namen wie „Grizzly-Giant“, „Clothpick“, „Fallen Giant“ und „Bachelor and the 3 Graces“. Das tolle an der Touristentour: der Audioguide wusste zu jedem dieser Bäume eine wirklich interessante Geschichte. Oben angekommen, haben wir uns dann aber doch dazu entschlossen, den Weg zu Fuß hinunter zu gehen. So sahen wir neben dem einen oder anderen großen Baum eine Menge Tiere: Rehe, Spechte, Squirrels, Murmeltiere und deutsche Herdentiere, sogenannte Büffel. Lautstark trampelten diese durch den Wald und merkten nicht mal, dass ca. 5 m neben ihnen Bambi stand. Dafür schaute Bambi umso erstaunter.

Einige Fotos später waren wir wieder auf dem Parkplatz und haben dann den Park verlassen. Heute Abend war es dann soweit: zum ersten Mal gingen wir essen, anstatt selber zu kochen. Auf Anraten von Eric haben wir uns in Oakhurst in’s Todd’s gewagt, und einen Burger gegessen. Das können sie, die Amerikaner.

Jetzt sitzen wir wieder mit einem Bier (oder so ähnlich) auf der Terrasse, genießen den lauen Abend und lauschen den idylischen bzw. manchmal auch angsteinflößenden Geräuschen rund um unser niedliches Cottage.

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